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Gewuerzmix
           

Grundsätzlich sollten Sie Gewürze dunkel, trocken und luftabgeschlossen aufbewahren. Eine Lagerung in hellen Gläsern rund um den Herd mag zwar praktisch sein, wird aber innerhalb kurzer Zeit zum Verlust wichtiger Aromen durch Licht und Wärme führen. Verwechseln Sie nicht das Haltbarkeitsdatum auf dem Etikett, das im Übrigen nur für die ungeöffnete Packung gilt, mit der aromatisch gesehen sinnvollen Lagerdauer, die meistens deutlich kürzer anzusetzen ist.

Ungemahlene Gewürze halten sich deutlich länger als gemahlene, bei denen die freigesetzten ätherischen Öle zum Teil durch die Verpackung diffundieren oder zerfallen. Aromatisch gesehen sollten Sie gemahlene Gewürze innerhalb eines halben Jahres verbrauchen, ein Jahr sollte hier aber die Obergrenze sein. Manche Gewürze wie Pfeffer und Muskatnuß verlieren gemahlen innerhalb weniger Stunden die meisten ihrer Aromen, weswegen man sie ausschließlich frisch gemahlen verwenden sollte. Auch Kräuter halten sich bestensfalls ein Jahr. Ungemahlene holzige Gewürze wie Pfeffer, Piment oder Zimtstangen lassen sich ohne weiteres drei Jahre aufbewahren. Es gilt im Übrigen folgende Regel: je mehr ein Gewürz beim Öffnen der Verpackung riecht, desto weniger lang haltbar ist es, denn das Aroma, das Sie riechen, ist ja schon nicht mehr im Gewürz.

Auch wenn Großpackungen manchmal verlockend billig angeboten werden, lohnt sich der Kauf nicht. Einerseits handelt es sich immer um preisorientiert erzeugte, weniger aromatische Ware, andererseits werden Sie die Menge wahrscheinlich nicht verbrauchen, bis die Aromen verloren gegangen sind. Weniger eines guten Gewürzes schmeckt einfach immer besser als viel aromenarmes Billig-Gewürz. Was nach dem sorgsamen Anbau der Gewürze bei der Weiterverarbeitung Arbeit macht und Geld kostet, nämlich das Sieben, Sortieren, Reinigen und die Keimreduktion, macht sich als Aromenfülle dann auch im Kochtopf bemerkbar.